12. August 2020

Sonnenbrand im Heimatland?

Konstantin Mikulitsch

2 Tage Urlaub in Österreich … Ötschergräben und Linz

OK, jetzt haben wir uns spontan zwei Tage genommen, um ein bisschen aus dem Alltag auszubrechen. Am Montag waren wir in den Ötschergräben wandern, und am Dienstag in Linz Burgeressen. Und ja, wir planen manchmal unsere Ausflugsziele nach kulinarischen Motiven. 


Wandern in den Ötschergräben

Also, Montag, Aufbruch 06:30 mit der Mariazellerbahn nach Wienerbruck, die Strecke ist natürlich super, es geht durch waldiges Hügelland, alles ist grün und sonnig. In Wienerbruck ist die Ötscherbasis, von dort geht’s über schmale Wege und Stege (und Brücken!) durch die Ötschergräben. Ab dem Schaukraftwerk Wienerbruck folgen wir dem Ötscherbach, der eiskalt und wunderschön türkis-grün ist. Dort wird natürlich kurz gebadet, dann geht’s weiter zur Jausenstation Ötscherhias, wo es (noch) nichts veganes gibt, aber das war uns eh klar, der Rucksack war voller Sandwiches 😉 – aber eine Cola gönnen wir uns. Und dann folgen wir dem Erlaufstausee Richtung Mitterbach, von wo uns die Mariazellerbahn wieder nach Hause bringt.

Wir haben uns jedenfalls vorgenommen ab jetzt öfter Wandern zu gehen. Mal schauen.

Zahlen, Daten, Fakten:
4 Stunden Zugfahrt, 4 Stunden Gehzeit, 3 Stunden Rast- und Badezeit. 
Tagesschrittzahl laut Handy: rund 22.000
Kosten insgesamt ca €90:
Zug mit Vorteilscard €40, Ötscherpark €10, Cola beim Ötscherhias €10, Jause etwas €30


Burgeressen in Linz

Gleich den Tag darauf haben wir uns gedacht: das Wandern war schön, da sollten wir uns mit Burgern belohnen. Und sehr leckere gibt’s beim Frontfood in Linz. Außerdem war ein bisschen Regen angesagt, da dachten wir uns, dass es nicht sooo heiß wird in der Stadt. Also, Aufbruch in der Früh, mit dem Railjet St.Pölten-Linz, dann dort gleich mal ins Cafe Nuz am Hessenplatz, weil die Happy Cow uns das empfohlen hat. Und, ich sag euch, da hab ich den besten Zwetschkenkuchen seit langem gegessen. Danach haben wir uns für ein paar Stunden an die Donau zum Baden geschmissen. War ganz nett. Anschließend waren wir im Lentos, dem Museum für moderne Kunst in Linz. Aber dann war’s endlich Zeit, Burgeressen zu gehen. Und lecker war’s!!! 😉 Anschließend wieder zurück nach Hause.

Zahlen, Daten, Fakten:
2 Stunden Zugfahrt, 2,5 Stunden Gehzeit, den Rest Baden und Essen
19.000 Tagesschritte laut Handy 
Café Nuz, Hessenplatz 2
Frontfood, Pfarrgasse 20
Kosten insgesamt ca €160:
Zug mit VC €60, Essen und Cafe €100, der Museumseintritt war gratis (Familien dürfen im August gratis ins Lentos 😉

für die Fotograf*Innen unter euch:
Kamera: Fuji GFX50r mit GF50mm
Bearbeitung in Lightroom (VSCO Portra Preset)


Sonnenbrand im Heimatland?

Den ganzen Covid-Sommer lang sehe ich vermehrt Menschen ihre Fotos vom Österreichurlaub teilen, mit #heimatliebe oder #beiunsgibtsjaehauchschöneplätze. Und das ist ja voll ok, und ja, es stimmt, dass es in Österreich schöne Platzln gibt. Und wenn du diese besuchst dann ist das auch was besonderes und eine schöne Erfahrung. 

Nur stillt das halt nicht das Fernweh, das du hast, wenn du gerne reist. Und es stillt auch nicht die Sehnsucht nach Meer. Weil natürlich erfrischt mich der Sprung in die Donau. Und so ein Gebirgsbächlein gibt ein schönes Fotomotiv. Das ist aber beides etwas anderes als das, was es mit dir macht, wenn du aufs weite, scheinbar unendliche Meer hinausblickst. Oder wenn du wo bist, wo niemand deine Sprache spricht und du dich trotzdem mit den Menschen verständigst.

Was meinst du? Genügt dir der #sonnenbrandimheimatland oder sehnst du dich auch in die Ferne?

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