the naked face sessions – Belinda

„Wenn ich die Bilder betrachte, sehe ich mein mutiges Ich, da es für mich eine große Herausforderung war, ungeschminkt vor die Kamera zu treten und ich bin froh, diesen Schritt gewagt zu haben.“

Hallo, mein Name ist Belinda, ich bin 31 Jahre jung und wohne in St. Pölten. Ich pendle jeden Tag nach Wien, um meiner Arbeit als Röntgenassistentin in einem Institut nachzugehen. Im Prinzip mache ich jeden Tag Fotos von Menschen, wie ein Fotograf, nur sehe ich dabei in das Innere der Patienten, wortwörtlich. Um den richtigen Job zu finden, habe ich etwas länger gebraucht, aber jetzt bin ich endlich glücklich mit meiner Berufswahl.

Wie hast du dich während der Fotosession gefühlt?

Zuerst war ich nervös und ziemlich aufgeregt, aber auch gespannt auf das neue Erlebnis. Gleich zu Beginn hat mir schon das Styling geholfen, etwas runterzukommen und auch während des Shootings wurde ich immer entspannter. Es war eine absolut entspannte Atmosphäre und sehr interessant einmal vor der Kamera zu stehen. Auch mein ungeschminktes Gesicht, mit dem ich mich normalerweise nicht hinaus wage, habe ich schnell vergessen.

Wie hast du dich gefühlt bzw was waren deine Gedanken, als du deine Portraits zum ersten Mal gesehen hast?

Schon auf dem Weg zum Studio, um meine Bilder zu betrachten, war ich wieder furchtbar nervös, da ich nicht wusste wie ich mich auf den Portraits finden würde. Zuerst war es auch sehr ungewohnt mich ungeschminkt zu sehen, aber je länger ich manche Fotos betrachtete, umso schöner fand ich mich selbst. Einige waren von Anfang an schon der Hammer! Besonders mein ausdrucksstarker Blick, den ich von mir so nicht kenne, hat mich sehr beeindruckt. Zum Schluss war ich nur mehr positiv aufgeregt.

Wenn ich die Bilder betrachte, sehe ich mein mutiges Ich, da es für mich eine große Herausforderung war, ungeschminkt vor die Kamera zu treten und ich bin froh, diesen Schritt gewagt zu haben.

Was bedeutet Schönheit für dich? / Wie ist dein Verhältnis zu MakeUp?

Schönheit ist immer individuell, aber für mich kommt es einfach darauf an, worum es geht. Meistens hat Schönheit für mich etwas ästhetisch ansprechendes und bei Menschen sticht mir besonders Natürlichkeit ins Auge. Das bringt mich gleich zu meinem Verhältnis mit MakeUp: es ist eine Hassliebe. Einerseits finde ich natürliche und MakeUp-freie, aber gleichzeitig reine Haut einfach schöner, andererseits ist meine eigene oft mit Unreinheiten und Rötungen versehen und ich brauche somit MakeUp, um mich in der Öffentlichkeit wohl zu fühlen. Daher würde ich gerne davon wegkommen, um nicht so zugekleistert zu sein, schaffe es aber dann doch nie.

Wenn du in der Zeit zurückreisen könntest. Was würdest du deinem 14-jährigen Ich sagen wollen? Bzw was würdest du deiner Tochter in diesem Alter mit auf den Weg geben wollen?

Sei so wie du bist, egal was andere sagen, lass dir nicht vorschreiben, wie du zu sein hast.


the naked-face sessions. ein Bildprojekt von Konstantin Mikulitsch

Black&White only, no makeup, keine Hautretusche

#beyourselfnow

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